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Ratgeber

Was kostet eine digitale Stempelkarte?

Von „kostenlos“ bis „auf Anfrage“ ist bei Anbietern alles dabei. Dieser Artikel erklärt, welche Faktoren den Preis bestimmen, wo versteckte Kosten lauern und wie du fair gegen gedruckte Papierkarten rechnest.

Von Eray A.Aktualisiert am 8 Min. Lesezeit

Was kostet eine digitale Stempelkarte grundsätzlich?

Es gibt drei Preisklassen: kostenlose oder sehr günstige Do-it-yourself-Baukästen, betreute Komplettlösungen mit monatlichem Festpreis und individuelle Eigenentwicklungen mit hohen Einmalkosten.

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil sehr unterschiedliche Produkte unter dem Begriff „digitale Stempelkarte“ laufen. Grob lassen sich drei Wege unterscheiden:

  • Baukästen: Du gestaltest und pflegst die Karte selbst. Günstig im Preis, dafür kostet es Zeit, und Funktionen wie Mitarbeiter-Scan, Nachrichten oder Auswertungen fehlen oft oder kosten extra.
  • Betreute Komplettlösungen: Karte, Scanner, Nachrichten, Dashboard und Support aus einer Hand, meist zum monatlichen Festpreis. Stemplex gehört in diese Kategorie.
  • Eigenentwicklung: Programmierung, Apple- und Google-Anbindung, Hosting und Wartung selbst beauftragt. Nur für sehr große oder spezielle Anforderungen sinnvoll.

Wir nennen hier bewusst keine Preise anderer Anbieter — die ändern sich häufig, und ein Vergleich ohne aktuelle Quelle wäre unfair. Die folgende Checkliste hilft dir, Angebote selbst sauber zu vergleichen.

Welche Faktoren bestimmen den Preis einer digitalen Stempelkarte?

Vor allem: Abrechnungsmodell (pauschal, pro Karte, pro Filiale), enthaltene Funktionen, Vertragslaufzeit, Einrichtungsaufwand und Support.

Abrechnungsmodell

Manche Anbieter berechnen eine Pauschale, andere pro aktiver Karte, pro Standort oder pro versendeter Nachricht. Pauschalen sind besser planbar; nutzungsbasierte Modelle wirken anfangs günstig, werden aber teurer, je erfolgreicher dein Programm ist.

Funktionsumfang

Apple und Google Wallet, Mitarbeiter-Scanner, Nachrichten an Stammkunden, automatische Aktionen (z. B. Geburtstag), Auswertungen, eigenes Branding: Nicht jeder Tarif enthält alles. Prüfe, welche Funktionen im Grundpreis stecken.

Laufzeit

Längere Laufzeiten sind meist günstiger pro Monat, binden dich aber. Kürzere oder monatlich kündbare Tarife kosten mehr, sind aber risikoärmer für den Start.

Einrichtung und Support

Wer richtet die Karte ein? Gibt es eine Einrichtungsgebühr? Kannst du jemanden anrufen, wenn es klemmt? Gerade am Anfang spart guter Support viel Zeit.

Welche versteckten Kosten gibt es bei digitalen Stempelkarten?

Typische Zusatzkosten sind Einrichtungsgebühren, Aufpreise pro Filiale oder Karte, Gebühren pro Nachricht, kostenpflichtiger Support und zusätzliche Hardware.

Achte beim Vergleich auf diese Posten:

  • Einrichtungs- oder Onboarding-Gebühr,
  • Kosten pro zusätzlicher Filiale oder pro Mitarbeiter-Zugang,
  • Limits bei der Anzahl aktiver Karten,
  • Gebühren pro Nachricht oder pro Transaktion,
  • nur eine Wallet-Plattform im Basistarif,
  • eigene Scan-Geräte oder Kassen-Integration als Pflicht.

Ein scheinbar günstiger Grundpreis kann durch solche Posten teurer werden als ein transparenter Festpreis.

Was kostet Stemplex?

Stemplex kostet 99 € netto pro Monat bei 12 Monaten Laufzeit oder 149 € netto pro Monat, monatlich kündbar. Beide Tarife enthalten den vollen Funktionsumfang, alle Standorte und unbegrenzt viele Karten — keine Einrichtungsgebühr, keine Transaktionsgebühr.

Die beiden Stemplex-Tarife
Laufzeit-TarifFlex-Tarif
Monatspreis (netto)99 €149 €
Pro Jahr (netto)1.188 €1.788 €
Laufzeit12 MonateMonatlich kündbar
FunktionsumfangVollVoll
Standorte & KartenAlle inklusive, unbegrenztAlle inklusive, unbegrenzt
EinrichtungsgebührKeineKeine
Alle Preise zzgl. gesetzlicher USt. Aktuelle Details auf der Preisseite.

Registrieren ist kostenlos: Du kannst deine Karte gestalten, den QR-Aufsteller erstellen und Testkarten aufs eigene Handy legen, bevor du ein Abo abschließt. Alle Details stehen auf der Preisseite.

Was kostet eine Papier-Stempelkarte wirklich?

Die Druckkosten sind niedrig — je nach Druckerei und Auflage wenige Cent pro Karte. Dazu kommen Nachdrucke, verlorene und doppelt ausgegebene Karten sowie Betrug durch nachgemachte Stempel, die sich schwer beziffern lassen.

Ehrlich gerechnet ist Papier in den direkten Kosten fast immer günstiger als jede digitale Lösung mit Monatspreis. Für einen fairen Vergleich gehören aber auch die indirekten Posten dazu:

  • Nachdruck: Karten gehen aus, das Design ändert sich, die Prämie wird angepasst.
  • Verlust: Vergessene Karten führen zu neuen Karten — und zu Kunden, die nie eine Prämie erreichen.
  • Betrug: Nachgemachte Stempel kosten Prämien, die nie verdient wurden.
  • Kein Kontakt: Du kannst Stammkunden, die wegbleiben, nicht erreichen. Das kostet kein Geld — aber Umsatz.

Mehr dazu im Artikel Papier-Stempelkarte oder digital?

Ab wann lohnt sich eine digitale Stempelkarte?

Wenn die zusätzlichen Einkäufe, die sie auslöst, den Monatspreis decken. Die Faustformel: Monatspreis geteilt durch deinen Deckungsbeitrag pro Einkauf = nötige zusätzliche Einkäufe pro Monat.

Entscheidend ist nicht der Umsatz, sondern der Deckungsbeitrag — also was nach Wareneinsatz pro Einkauf übrig bleibt. Die Rechnung ist simpel:

Nötige zusätzliche Einkäufe pro Monat = Monatspreis ÷ Deckungsbeitrag pro Einkauf

Break-even-Rechnung (Beispielwerte für den Deckungsbeitrag)
Deckungsbeitrag pro EinkaufLaufzeit-Tarif (99 €)Flex-Tarif (149 €)
1 €≈ 99 Einkäufe/Monat≈ 149 Einkäufe/Monat
2 €≈ 50 Einkäufe/Monat≈ 75 Einkäufe/Monat
3 €≈ 33 Einkäufe/Monat≈ 50 Einkäufe/Monat
5 €≈ 20 Einkäufe/Monat≈ 30 Einkäufe/Monat
Reine Rechnung mit Beispielwerten, keine Prognose. Setze deinen eigenen Deckungsbeitrag ein; die Kosten deiner Prämien kommen noch hinzu.

Ein Beispiel zum Einordnen: Bei einem Café mit rund 25 Öffnungstagen im Monat und 2 € Deckungsbeitrag pro Kaffee entsprechen etwa 50 zusätzliche Kaffees rechnerisch zwei zusätzlichen Kaffees pro Öffnungstag. Ob die Stempelkarte das bei dir schafft, kann dir niemand seriös versprechen — deshalb lohnt es sich, klein zu starten und die Wiederkehr im Dashboard zu beobachten.

Nicht vergessen: Die Prämien selbst kosten Wareneinsatz. Eine Prämie mit hohem gefühltem Wert und niedrigem Einkaufspreis (etwa eine Zusatzleistung statt Rabatt) hält die Rechnung schlank.

Welche Kosten entstehen im eigenen Betrieb?

Neben dem Anbieterpreis kosten vor allem die Prämien selbst Wareneinsatz. Dazu kommen einmalig etwas Zeit für die Einrichtung und der Druck des QR-Aufstellers — laufender Personalaufwand entsteht kaum, weil das Scannen nur Sekunden dauert.

Wer ehrlich rechnet, schaut nicht nur auf die Rechnung des Anbieters. Diese internen Posten gehören ebenfalls in die Kalkulation:

Prämien

Jede eingelöste Prämie kostet dich Wareneinsatz — beim Café etwa den Kaffee, beim Barber die Zeit für eine Zusatzleistung. Das ist bei Papier genauso. Der Unterschied: Im Dashboard siehst du, wie oft tatsächlich eingelöst wird, und kannst die Prämie anpassen, wenn sie zu großzügig oder zu unattraktiv ist. Tipp: Prämien mit hohem gefühltem Wert und niedrigem Einkaufspreis halten die Kosten niedrig.

Einrichtung

Logo hochladen, Farben wählen, Stempelanzahl und Prämie festlegen, Aufsteller ausdrucken: Das ist in überschaubarer Zeit erledigt. Bei Stemplex gilt laut Preisliste:keine Einrichtungsgebühr; in der Ortenau richten wir auf Wunsch persönlich vor Ort ein — mehr dazu.

Laufender Aufwand

Im Alltag scannt dein Team nur die Karte — das dauert wenige Sekunden, ähnlich wie ein Stempel auf Papier. Nachrichten an Stammkunden sind optional. Wer sie nutzt, sollte etwas Zeit für gute Texte einplanen; ein bis zwei durchdachte Nachrichten im Monat bringen meist mehr als viele schnelle.

Was entfällt

Nachdruck von Karten, Stempel und Stempelkissen entfallen. Auch die Diskussion an der Theke über vergessene Karten fällt weg, weil die Karte im Handy liegt.

Worauf sollte ich bei Angeboten achten?

Frag jeden Anbieter nach Gesamtkosten pro Jahr inklusive aller Gebühren, nach enthaltenen Funktionen, Laufzeit und Support — und teste die Karte vorher auf dem eigenen Handy.

  1. Was kostet es pro Jahr, inklusive Einrichtung und aller Zusatzgebühren?
  2. Sind Apple Wallet und Google Wallet beide enthalten?
  3. Gibt es Limits bei Karten, Standorten oder Nachrichten?
  4. Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und wie kündige ich?
  5. Wie stempelt mein Team — brauche ich zusätzliche Hardware?
  6. Werden Einwilligungen DSGVO-konform dokumentiert, liegen Daten in der EU?
  7. Kann ich die Karte vorher auf meinem Handy testen?

Weiterführend: Digitale Stempelkarte — Funktionsweise & Vorteile und Treuekarte im Apple & Google Wallet.

Häufige Fragen

Kosten der digitalen Stempelkarte — häufige Fragen

Was kostet eine digitale Stempelkarte pro Monat?

Das hängt vom Anbieter und Modell ab — von kostenlosen Baukästen mit viel Eigenarbeit bis zu betreuten Komplettlösungen mit Festpreis. Stemplex kostet 99 € netto pro Monat bei 12 Monaten Laufzeit oder 149 € netto pro Monat, monatlich kündbar, jeweils mit vollem Funktionsumfang.

Gibt es bei Stemplex eine Einrichtungsgebühr?

Nein. Es gibt weder eine Einrichtungs- noch eine Transaktionsgebühr. Registrieren und die Karte mit einer Testkarte ausprobieren ist kostenlos; bezahlt wird erst mit dem Abo.

Kostet jede Karte oder jede Nachricht extra?

Bei Stemplex nicht: Beide Tarife enthalten unbegrenzt viele Karten und alle Standorte. Bei anderen Anbietern lohnt sich ein genauer Blick, weil Preise pro Karte, pro Filiale oder pro Nachricht üblich sein können.

Ab wann lohnt sich eine digitale Stempelkarte?

Sobald die zusätzlichen Besuche, die sie auslöst, den Monatspreis decken. Bei einem Deckungsbeitrag von 2 € pro Einkauf wären das rechnerisch rund 50 zusätzliche Einkäufe im Monat für den 12-Monats-Tarif — ob das realistisch ist, hängt von deinem Betrieb ab.

Welche Kosten kommen für Hardware dazu?

In der Regel keine: Gestempelt wird mit einem Smartphone oder Tablet, das du meist schon hast. Einen QR-Aufsteller kannst du selbst ausdrucken.

Teste deine eigene Stempelkarte — kostenlos.

Registrieren, Karte mit deinem Logo gestalten und eine Testkarte aufs eigene Handy legen. Bezahlt wird erst, wenn du live gehst.