Allgemeine Geschäftsbedingungen
Vertragsbedingungen zwischen der Ayela Werbeagentur (Marke „Stemplex“) und teilnehmenden Betrieben.
1. Geltungsbereich, Vertragspartner, Unternehmereigenschaft
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Loyalty-Plattform „Stemplex“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Stemplex“) zwischen der Ayela Werbeagentur (Inhaber: Eray Akkoc, St.-Martin-Str. 4b, 77652 Offenburg) (nachfolgend „Anbieter“, „wir“) und dem teilnehmenden Betrieb (nachfolgend „Kunde“).
1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Der Kunde bestätigt mit Vertragsschluss, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln. Ein Verbrauchergeschäft liegt nicht vor.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Vertragsgegenstand & Leistungsbeschreibung
2.1 Stemplex ist eine Software-as-a-Service-Lösung, mit der der Kunde ein digitales Treue-/Stempelprogramm für seine Endkunden betreiben kann. Die Leistung umfasst insbesondere:
- Ausgabe digitaler Stempelkarten in Apple Wallet und Google Wallet (ohne App-Installation der Endkunden);
- ein Händler-Dashboard zur Verwaltung von Branding, Stempelregeln, Belohnungen, Standorten und Auswertungen;
- eine Mitarbeiter-Anwendung zum Vergeben von Stempeln und Einlösen von Belohnungen (installierbare Web-App/PWA);
- Push-Kampagnen und Automationen an einwilligende Endkunden über die Wallet-Karte;
- optional standortbasierte Hinweise (Geofencing).
2.2 Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif und der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf www.stemplex.de. Wir sind berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, zu aktualisieren und einzelne Funktionen zu ändern, solange der vertraglich geschuldete Kernnutzen erhalten bleibt.
2.3 Der Anbieter erbringt die Leistung als reine Bereitstellung der technischen Plattform. Die inhaltliche Ausgestaltung des Treueprogramms (z. B. Belohnungen, Aktionen, Kommunikation) liegt beim Kunden.
3. Vertragsschluss
3.1 Die Darstellung der Plattform stellt kein bindendes Angebot dar. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot abgibt (z. B. durch Registrierung, Bestellung oder Zeichnung eines Angebots) und wir dieses annehmen — durch Bestätigung in Textform oder durch Freischaltung des Zugangs.
3.2 Soweit wir im Einzelfall eine unverbindliche Test- oder Pilotphase anbieten, gelten die dabei gesondert mitgeteilten Bedingungen (insbesondere zu Dauer und etwaiger anschließender Kostenpflicht). Ohne ausdrückliche Vereinbarung einer Testphase besteht kein Anspruch auf eine solche.
3.3 Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet (Ziffer 1.2), steht dem Kunden kein Verbraucher-Widerrufsrecht zu. Mit der Buchung eines Pakets kommt der Vertrag verbindlich zustande und der Kunde ist für die vereinbarte Laufzeit gebunden; die Kündigungsregelungen nach Ziffer 8 bleiben unberührt.
4. Verfügbarkeit & Support
4.1 Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform. Ausgenommen sind Zeiten, in denen die Plattform aufgrund von Wartungsarbeiten, notwendigen Sicherheitsmaßnahmen oder aus Gründen, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen (z. B. Störungen von Drittanbietern wie Wallet-/Push-Diensten, höhere Gewalt), nicht erreichbar ist.
4.2 Eine bestimmte Verfügbarkeit (etwa in Prozent) sowie feste Reaktions- oder Support-Zeiten werden nicht zugesichert; wir erbringen Support im Rahmen des Zumutbaren, in der Regel per E-Mail. Geplante Wartungsarbeiten führen wir nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durch.
5. Pflichten & Verantwortlichkeit des Kunden
5.1 Der Kunde ist verpflichtet,
- Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen;
- die Plattform nicht missbräuchlich, insbesondere nicht für unzulässige Werbung oder rechtswidrige Inhalte, zu nutzen;
- gegenüber seinen Endkunden alle datenschutz- und wettbewerbsrechtlichen Vorgaben einzuhalten, insbesondere erforderliche Einwilligungen (z. B. für werbliche Push-Nachrichten) einzuholen und die Pflichtinformationen bereitzustellen;
- die für sein Programm eingestellten Inhalte (Branding, Texte, Bilder, Belohnungen) rechtmäßig zu verwenden und erforderliche Rechte daran zu besitzen.
5.2 Der Kunde ist für die von ihm über die Plattform verarbeiteten Endkundendaten datenschutzrechtlich Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7 DSGVO). Er stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch ihn oder auf einem Verstoß gegen die vorstehenden Pflichten beruhen.
6. Datenschutz & Auftragsverarbeitung
6.1 Soweit wir im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten der Endkunden des Kunden im Auftrag verarbeiten, geschieht dies auf Grundlage eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (nachfolgend „AVV“). Der AVV wird mit der Buchung eines Pakets als Bestandteil dieses Vertrags einbezogen und bedarf keiner gesonderten Unterzeichnung; mit dem Vertragsschluss erkennt der Kunde den AVV an. Der AVV geht diesen AGB in datenschutzrechtlichen Fragen vor. Die nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO erforderlichen Regelungen ergeben sich aus der Anlage „Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO“ zu diesen AGB.
6.2 Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch uns als Verantwortlicher (z. B. Vertrags- und Abrechnungsdaten des Kunden) richtet sich nach unserer Datenschutzerklärung.
7. Preise & Zahlungsbedingungen
7.1 Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise. Aktuell werden folgende Tarife angeboten:
- Stemplex — 99 € netto pro Monat bei 12 Monaten Mindestlaufzeit;
- Stemplex Flex — 149 € netto pro Monat, monatlich kündbar ohne Mindestlaufzeit.
7.2 Alle Preise verstehen sich netto zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über unseren Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde stellt ein gültiges Zahlungsmittel bereit und hält es aktuell.
7.3 Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, sind wir — nach erfolgloser Zahlungsaufforderung und angemessener Frist — berechtigt, den Zugang zur Plattform und die Auslieferung von Karten-/Push-Diensten vorübergehend zu sperren, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Weitergehende gesetzliche Rechte (insb. Verzugszinsen) bleiben unberührt.
7.4 Künftige Preisanpassungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Ist der Kunde mit der Anpassung nicht einverstanden, kann er den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen; hierauf werden wir in der Mitteilung gesondert hinweisen. Während einer laufenden Mindestlaufzeit vereinbarte Festpreise bleiben unberührt.
8. Laufzeit & Kündigung
8.1 Der Vertrag im Tarif Stemplex hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Er verlängert sich um jeweils einen weiteren Monat, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit in Textform gekündigt wird.
8.2 Der Tarif Stemplex Flex ist ohne Mindestlaufzeit monatlich kündbar, und zwar jederzeit mit Wirkung zum Ende des jeweils laufenden, bereits bezahlten Abrechnungsmonats.
8.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Kündigungen bedürfen mindestens der Textform.
8.4 Nach Vertragsende werden die für den Kunden verarbeiteten Daten nach Maßgabe des AVV und der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gelöscht bzw. zurückgegeben.
9. Network-Modus (Phase 2)
9.1 Stemplex kann künftig einen optionalen „Network-Modus“ anbieten, mit dem Stempelkarten bei mehreren teilnehmenden Betrieben einer Region nutzbar werden. Dieser Modus ist standardmäßig deaktiviert.
9.2 Eine Teilnahme am Network-Modus erfolgt ausschließlich auf ausdrückliche, gesonderte Zustimmung des Kunden (Opt-in). Die dann geltenden Bedingungen (insb. zu regionsübergreifender Einlösung und etwaigen Verrechnungen zwischen Betrieben) werden gesondert vereinbart. Ohne Opt-in gelten die Stempel eines Kunden nur beim ausgebenden Betrieb.
10. Nutzungsrechte & Marke
10.1 Wir räumen dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht ein, die Plattform vertragsgemäß zu nutzen. Alle Rechte an der Software, den Marken (insb. „Stemplex“) und den bereitgestellten Inhalten verbleiben bei uns bzw. den jeweiligen Rechteinhabern.
10.2 Der Kunde räumt uns das Recht ein, die von ihm bereitgestellten Inhalte (z. B. Logo) im technisch erforderlichen Umfang zur Erbringung der Leistung zu nutzen (z. B. Darstellung auf der Wallet-Karte).
11. Gewährleistung & Haftung
11.1 Wir haften unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
11.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut — „Kardinalpflicht“) ist unsere Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
11.3 Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Rahmen übernommener Garantien bleibt unberührt.
11.4 Wir haften nicht für Störungen oder Ausfälle, die auf Diensten Dritter beruhen (insbesondere Apple Wallet, Google Wallet, Push- und Zahlungsdienste), soweit wir diese nicht zu vertreten haben.
11.5 Die Haftung nach Ziffer 11.2 ist der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt und übersteigt insgesamt nicht das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis für die Plattform gezahlte Entgelt. Für den Verlust von Daten haften wir nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei einer zumutbaren, regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre. Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht in den Fällen der Ziffern 11.1 und 11.3.
12. Änderungen dieser AGB
Wir sind berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung, neue Funktionen) erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde ihnen nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform widerspricht; auf diese Frist und die Bedeutung seines Verhaltens werden wir den Kunden in der Mitteilung gesondert hinweisen. Widerspricht der Kunde fristgerecht, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt.
13. Schlussbestimmungen
13.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
13.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — Offenburg.
13.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand
Die aktuelle Fassung mit Versionsstand ist stets auf dieser Seite abrufbar.
Anlage: Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
Diese Anlage konkretisiert die Rechte und Pflichten der Parteien im Rahmen der Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag (Art. 28 DSGVO). Sie ist Bestandteil der AGB (Ziffer 6). Der Kunde ist insoweit Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7 DSGVO), der Anbieter ist Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8 DSGVO). Für die Verarbeitung eigener Daten des Kunden (z. B. Vertrags- und Abrechnungsdaten) ist der Anbieter selbst Verantwortlicher; hierfür gilt die Datenschutzerklärung.
1. Gegenstand und Dauer
Gegenstand der Verarbeitung ist die Bereitstellung und der Betrieb der Loyalty-/Wallet-Plattform „Stemplex“ für den Kunden nach Maßgabe des Hauptvertrags (dieser AGB). Die Dauer der Auftragsverarbeitung entspricht der Laufzeit des Hauptvertrags; sie endet mit dessen Beendigung. Nachvertragliche Pflichten (insbesondere zur Löschung bzw. Rückgabe, siehe Ziffer 7 dieser Anlage) bleiben bis zu ihrer Erfüllung bestehen.
2. Art und Zweck der Verarbeitung
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich zur Bereitstellung der vertraglich vereinbarten Leistungen — insbesondere Ausgabe und Aktualisierung digitaler Stempelkarten in Apple Wallet und Google Wallet, Führung des Stempel-/Belohnungskontos, Zustellung von Karten- und (einwilligungsbasierten) Push-Aktualisierungen sowie Bereitstellung der zugehörigen Dashboard- und Auswertungsfunktionen. Die Verarbeitung erfolgt nur im Auftrag und nach dokumentierter Weisung des Kunden.
3. Art der personenbezogenen Daten
Gegenstand der Verarbeitung sind je nach Nutzung insbesondere folgende Datenarten:
- Vorname bzw. Wunsch-Kürzel des Endkunden;
- Karten- und Programmdaten (Kartenkennung/Seriennummer, kurze Kartennummer, Stempel- und Belohnungshistorie mit Zeitpunkt und beteiligtem Betrieb);
- Geburtstag des Endkunden (nur Tag und Monat, ohne Geburtsjahr) — für den persönlichen Geburtstags-Gruß im Treueprogramm;
- optional und nur bei freiwilliger Angabe: Telefonnummer (für Kartensicherung/Wiederherstellung);
- technische Nachweis-/Metadaten zu erteilten Einwilligungen (z. B. Zeitpunkt, Status, Textversion, Prüfsumme, IP-Adresse, Browserkennung).
Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) sind nicht Gegenstand der Verarbeitung.
4. Kategorien betroffener Personen
Betroffen sind die Endkundinnen und Endkunden (Stammkundinnen und Stammkunden) des Kunden, die am Loyalty-Programm teilnehmen bzw. eine digitale Stempelkarte anlegen.
5. Pflichten des Auftragsverarbeiters
Der Anbieter verpflichtet sich insbesondere,
- personenbezogene Daten nur im Rahmen des Auftrags und nach dokumentierter Weisung des Kunden zu verarbeiten; ist er der Auffassung, dass eine Weisung gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt, weist er den Kunden darauf hin;
- die zur Verarbeitung befugten Personen zur Vertraulichkeit zu verpflichten, soweit sie nicht bereits einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen;
- geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zu treffen, die ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau nach Art. 32 DSGVO gewährleisten;
- den Kunden im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Beantwortung von Anträgen betroffener Personen auf Wahrnehmung ihrer Rechte (Art. 12–23 DSGVO) sowie bei der Einhaltung der Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO (insbesondere Meldung von Datenschutzverletzungen nach Art. 33/34 DSGVO) zu unterstützen;
- den Kunden unverzüglich zu informieren, wenn ihm eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten des Kunden bekannt wird.
Die konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO werden gesondert dokumentiert und auf angemessenem, dem jeweiligen Stand der Technik entsprechendem Niveau vorgehalten; sie werden dem Kunden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
6. Sub-Auftragsverarbeiter
Der Kunde stimmt dem Einsatz weiterer Auftragsverarbeiter (Sub-Auftragsverarbeiter) zu. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses setzt der Anbieter insbesondere folgende Sub-Auftragsverarbeiter ein:
- Vercel Inc. — Hosting/Auslieferung der Web-Anwendung;
- Supabase — Datenbank/Backend (Verarbeitung in der EU);
- Stripe Payments Europe, Ltd. — Zahlungsabwicklung (Händler-Abrechnung);
- Resend — Versand transaktionaler E-Mails;
- Apple (Apple Inc./Apple Distribution International Ltd.) — Bereitstellung von Apple Wallet und Zustellung von Pass-Aktualisierungen;
- Google (Google Ireland Ltd.) — Bereitstellung von Google Wallet und Zustellung von Aktualisierungen/Nachrichten.
Der Anbieter schließt mit den Sub-Auftragsverarbeitern die nach Art. 28 Abs. 4 DSGVO erforderlichen Verträge und erlegt ihnen im Wesentlichen die gleichen Datenschutzpflichten auf. Bei einem etwaigen Drittlandbezug (z. B. USA) werden geeignete Garantien (insbesondere EU-Standardvertragsklauseln bzw. ein Angemessenheitsbeschluss) sichergestellt. Beabsichtigt der Anbieter, einen Sub-Auftragsverarbeiter hinzuzuziehen oder zu ersetzen, informiert er den Kunden hierüber; der Kunde kann einer solchen Änderung aus wichtigem, datenschutzbezogenem Grund innerhalb angemessener Frist widersprechen.
7. Löschung und Rückgabe nach Vertragsende
Nach Abschluss der Erbringung der Verarbeitungsleistungen löscht der Anbieter nach Wahl des Kunden alle personenbezogenen Daten oder gibt sie zurück, sofern nicht nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten eine Verpflichtung zur Speicherung besteht (insbesondere gesetzliche Aufbewahrungsfristen). Bis zur Löschung bzw. Rückgabe bleibt die Verarbeitung auf das hierfür Erforderliche beschränkt.
8. Nachweis und Kontrolle
Der Anbieter stellt dem Kunden alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen — einschließlich Inspektionen —, die vom Kunden oder einem von diesem beauftragten Prüfer durchgeführt werden. Solche Überprüfungen erfolgen mit angemessener Vorankündigung, während der üblichen Geschäftszeiten und ohne unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs; der Nachweis kann auch durch geeignete Zertifikate, Testate oder aktuelle Prüfberichte erbracht werden.
Hinweis: Diese Anlage bildet die Pflichtangaben nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO als Standard-Gerüst ab. Die konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen (Art. 32 DSGVO) sowie die finale Fassung sind vor dem Go-Live anwaltlich gegenzuprüfen.