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Ratgeber

Push-Nachrichten an Kunden: Regeln, Frequenz, Beispiele

Über die Wallet-Karte erreichst du Stammkunden direkt auf dem Sperrbildschirm — ohne App und ohne SMS. Damit das als Service ankommt und nicht als Spam, brauchst du eine saubere Einwilligung, das richtige Maß und einen echten Anlass.

Von Aktualisiert am 9 Min. Lesezeit

Wie kommen Push-Nachrichten über die Wallet-Karte an?

Auf dem iPhone wird die Wallet-Karte aktualisiert, die Nachricht erscheint als Mitteilung auf dem Sperrbildschirm und steht auf der Kartenrückseite. Bei Google Wallet wird eine Nachricht mit Benachrichtigung an die Karte gehängt.

Anders als bei einer App muss der Kunde nichts installieren: Die Karte liegt im Apple Wallet oder Google Wallet, und darüber kommen auch die Nachrichten. Auf dem iPhone löst zusätzlich jeder neue Stempel eine Mitteilung zum neuen Stempelstand aus — der Kunde sieht direkt, wie weit er ist.

Wie Wallet-Karten technisch aufgebaut sind, erklären wir ausführlich im Ratgeber Treuekarte im Apple & Google Wallet. Warum Kunden dafür keine App brauchen, steht unter Stempelkarte App.

Brauche ich eine Einwilligung für Push-Nachrichten?

Für werbliche Nachrichten solltest du eine nachweisbare Einwilligung haben, die der Kunde jederzeit widerrufen kann. Stemplex holt sie bei der Anmeldung ein, protokolliert sie und bietet auf der Karte einen Abmelde-Link. Keine Rechtsberatung.

Werbung, die Menschen ungefragt erreicht, kann nach § 7 UWG eine unzumutbare Belästigung sein. Eine Einwilligung muss nachweisbar und widerrufbar sein (Art. 7 DSGVO), und gegen Direktwerbung können Betroffene widersprechen (Art. 21 DSGVO). Im Einzelfall solltest du dich rechtlich beraten lassen.

So setzt Stemplex das um:

  • Bei der Anmeldung bestätigt der Kunde mit einem Pflicht-Häkchen Datenschutz, Nutzungsbedingungen und dass Angebote auf die Karte geschickt werden dürfen.
  • Jede Einwilligung und jeder Widerruf wird protokolliert — mit Zeitpunkt und Version des angezeigten Texts.
  • Auf der Kartenrückseite steht der Link „Werbung abbestellen / Einstellungen“. Der Kunde schaltet Werbung selbst ab; Karte und Stempel bleiben.
  • Kampagnen und Autopilot gehen nur an Kunden mit Werbe-Einwilligung.

Mehr zu Einwilligung, AVV und Löschung im Ratgeber Digitale Stempelkarte & DSGVO.

Wie oft darf ich Kunden Push-Nachrichten schicken?

Technisch erlaubt Google Wallet höchstens 3 Nachrichten mit Benachrichtigung pro 24 Stunden. Stemplex begrenzt manuelle Kampagnen standardmäßig auf 2 pro 7 Tage. Unsere Empfehlung: ein bis zwei gute Kampagnen im Monat plus Autopilot.

Grenzen für Push-Nachrichten über die Wallet-Karte
GrenzeWertQuelle
Google Wallet: Nachrichten mit Benachrichtigungmax. 3 pro 24 Stunden, Drosselung bei SpamGoogle-Entwicklerdokumentation
Stemplex: manuelle Kampagnenstandardmäßig max. 2 pro 7 TageStemplex
Stemplex: automatische Nachrichten pro Kartemax. 5 in 7 Tagen und 12 in 30 TagenStemplex
Stemplex: Versandzeit Autopilotnur 9–20 UhrStemplex
Unsere Empfehlung1–2 Kampagnen pro Monat plus Autopiloteigene Faustregel
Google-Grenze laut Google-Wallet-Dokumentation (siehe Quellen). Die Empfehlung ist eine eigene Einschätzung, kein Messwert.

Laut Google-Dokumentation werden Nachrichten mit Benachrichtigung auf drei pro 24 Stunden begrenzt und bei Spam gedrosselt. Die eigentliche Grenze setzt aber dein Kunde: Wer zu oft schreibt, verliert Abonnenten über den Abmelde-Link.

Wie sehen gute Push-Nachrichten an Kunden aus?

Gute Nachrichten haben einen konkreten Anlass, sprechen den Kunden mit Vornamen an, nennen einen klaren Vorteil und bleiben unter 240 Zeichen. Das Wichtigste steht im ersten Satz.

Beispiel-Nachrichten mit Platzhaltern
AnlassBeispieltext (≤ 240 Zeichen)Wann
Café: neue SaisonkarteHallo {Vorname}, ab heute gibt’s unseren Herbst-Chai bei Café Mira. Komm vorbei, probier ihn — und sammel deinen nächsten Stempel ☕Am Starttag, vormittags
Café: ruhiger Nachmittag{Vorname}, heute zwischen 14 und 16 Uhr gibt’s bei uns doppelte Stempel. Perfekt für eine Kaffeepause 🍰Am selben Tag, späterer Vormittag
Barber: freie TermineHey {Vorname}, bei Gents Barber sind diese Woche noch Termine frei. Jetzt buchen — deine {Prämie} rückt näher 💈Wochenanfang
Imbiss: Mittagsangebot{Vorname}, heute Mittag bei Döner Eck: Menü mit Getränk zum Mittagspreis. Bis 14 Uhr 🥙Kurz vor Mittag
Bäckerei: WochenendeGuten Morgen {Vorname}! Samstag gibt’s bei Backstube Korn frische Zimtschnecken — solange der Vorrat reicht 🥐Freitagabend oder Samstagfrüh
Friseur: SaisonwechselHallo {Vorname}, Zeit für einen frischen Look zum Herbst? Bei Salon Nova sind im Oktober noch Termine frei ✂️Monatsanfang
Beispieltexte zur Inspiration. {Vorname} und {Prämie} werden bei Stemplex automatisch ersetzt.

In Stemplex schreibst du Kampagnen im Dashboard, sofort oder geplant, an alle Kunden mit Einwilligung oder an Kunden, die 30, 60 oder 90 Tage nicht da waren. Ein KI-Textvorschlag hilft beim ersten Entwurf. Kampagnen, Autopilot und Kundenliste gehören zum Abo.

Welche Push-Nachrichten laufen automatisch?

Bei Stemplex schaltest du den Autopilot einmal ein: Willkommen, Karte fast voll, Prämien-Erinnerung, Bitte um Google-Bewertung, Inaktivität und Win-back laufen dann automatisch. Geburtstage sind eine eigene Aktion.

Autopilot-Regeln in Stemplex
RegelAuslöserZweck
WillkommenNach der AnmeldungBegrüßen und erklären, wie gesammelt wird
Karte fast vollKurz vor der PrämieZum Abschluss der Karte motivieren
Prämien-Erinnerung7 Tage nach Freischaltung der PrämieAn die noch nicht eingelöste Prämie erinnern
Bitte um Google-BewertungNach 2–5 Besuchen (Standard 3); Bewertungslink nötigFreundlich um eine ehrliche Bewertung bitten
Inaktivität14, 21 oder 30 Tage ohne Besuch (Standard 30)Kunden zurückholen, bevor sie wegbleiben
Win-back60 Tage ohne BesuchLetzter Versuch, verlorene Kunden zurückzugewinnen
Geburtstag (eigene Aktion)Am Geburtstag (Tag & Monat)Glückwunsch, optional mit Bonus-Stempeln
Versand nur zwischen 9 und 20 Uhr; pro Karte höchstens 5 automatische Nachrichten in 7 Tagen und 12 in 30 Tagen.

Zur Google-Bewertung: Der Autopilot bittet um eine Bewertung — eine Gegenleistung wie einen Bonus-Stempel solltest du dafür nicht anbieten. Bewertungen sollen ehrlich sein, nicht gekauft.

Welche Fehler machen Betriebe bei Push-Nachrichten?

Die drei häufigsten Fehler: zu oft schreiben, zu werblich formulieren und ohne Anlass senden. Jede Nachricht sollte dem Kunden etwas bringen — eine Information, einen Vorteil oder eine Erinnerung an seine Prämie.

  • Zu oft: Mehrere Kampagnen pro Woche wirken schnell wie Spam und führen zu Abmeldungen.
  • Zu werblich: „JETZT ZUSCHLAGEN!!!“ passt nicht zum Stammcafé. Schreib so, wie du an der Theke sprichst.
  • Ohne Anlass: „Wir freuen uns auf dich“ ohne Grund ist verschenkt. Neues Produkt, freier Termin, fast volle Karte — das sind Anlässe.
  • Zur falschen Zeit: Ein Mittagsangebot um 15 Uhr verpufft.
  • Gegenleistung für Bewertungen: Nur bitten, nichts dafür versprechen.

Welche Prämie sich als Anlass eignet, steht im Ratgeber Prämien-Ideen für die Stempelkarte. Wie Cafés Nachrichten im Alltag einsetzen, zeigt die Seite digitale Stempelkarte fürs Café; für Barbershops die Seite Stempelkarte für Barber.

Wie messe ich, ob Push-Nachrichten wirken?

Schau auf Besuche nach Nachrichten, nicht auf Klicks. Bei Stemplex zeigt die Seite „Wiederkehr“ die Besuche nach Nachrichten sowie Wiederkehrrate und Kohorten über 30, 60 und 90 Tage.

Eine Wallet-Nachricht wirkt, wenn der Kunde danach in den Laden kommt. Vergleiche deshalb Wochen mit und ohne Kampagne, teste verschiedene Anlässe und Uhrzeiten und behalte die Wiederkehrrate im Blick. Zusätzlich bekommst du wöchentlich und monatlich einen Report per E-Mail.

Nachrichten sind einer von mehreren Bausteinen. Die Grundlagen stehen im Guide zur digitalen Stempelkarte, die Kosten im Artikel Was kostet eine digitale Stempelkarte? — und wie andere Anbieter Nachrichten handhaben, im Anbietervergleich.

Häufige Fragen

Push-Nachrichten an Kunden — häufige Fragen

Kann ich Kunden ohne App Push-Nachrichten schicken?

Ja, über die Wallet-Karte. Auf dem iPhone erscheint die Nachricht als Mitteilung auf dem Sperrbildschirm und steht auf der Kartenrückseite, bei Google Wallet als Nachricht mit Benachrichtigung. Der Kunde braucht keine zusätzliche App.

Brauche ich eine Einwilligung für Push-Nachrichten an Kunden?

Für Werbenachrichten in aller Regel ja. Bei Stemplex gehen Kampagnen und Autopilot-Nachrichten nur an Kunden, die bei der Anmeldung zugestimmt haben; jede Einwilligung und jeder Widerruf wird protokolliert. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Wie oft darf ich Kunden eine Push-Nachricht schicken?

Google Wallet erlaubt höchstens 3 Nachrichten mit Benachrichtigung pro 24 Stunden und Karte. Bei Stemplex sind standardmäßig 2 manuelle Kampagnen pro 7 Tage möglich; wir empfehlen, im Alltag eher ein- bis zweimal im Monat zu schreiben.

Wie lang darf eine Push-Nachricht sein?

Bei Stemplex bis 240 Zeichen. Auf dem Sperrbildschirm ist nur der Anfang sofort sichtbar, deshalb gehört das Wichtigste in den ersten Satz.

Wie können Kunden Push-Nachrichten abbestellen?

Über den Link „Werbung abbestellen / Einstellungen“ auf der Kartenrückseite. Die Werbe-Einwilligung wird abgeschaltet, Karte und Stempel bleiben erhalten.

Darf ich für eine Google-Bewertung einen Stempel schenken?

Davon raten wir ab. Bitte nur um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung. Der Stemplex-Autopilot fragt nach einigen Besuchen freundlich nach einer Bewertung — eine Belohnung ist dafür nicht vorgesehen.

Wie messe ich, ob Push-Nachrichten wirken?

Auf der Seite „Wiederkehr“ im Stemplex-Dashboard siehst du die Besuche nach Nachrichten sowie Wiederkehrrate und Kohorten. So erkennst du, ob ein Text Kunden tatsächlich zurück in den Laden bringt.

Quellen & technische Referenzen

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